Hartmut Mehdorn genehmigt eine Lohnsteigerung um 37,5 Prozent

Hartmut Mehdorn hat eine Lohnsteigerung um 37,5 Prozent für die Angestellten der Bundesbahn genehmigt, das alles ohne Streik und bereits vor dem Streik.

Darin enthalten sind auch Einmalzahlungen. Reine Gehaltssteigerung ist etwa 22 Prozent, dazu eine Einmalzahlung von bis zu 3 Millionen Euro pro Person. Die Gehälter sind gestiegen auf bis zu 900.000.- (in Worten Neuhunderttausend) Euro pro Monat, die Pressestelle nennt dies eine "untere Kategorie" der Bezüge. Vergleichsweise dazu verdient der zuständige Minister (Tieffensee) etwa ein hundertstel seines Angestellten. Hartmut Mehdorn verdient somit bei etwa 60 bis 80 Stunden Arbeit pro Woche einen Stundenlohn von etwa Euro 3750.-, vergleichsweise dazu ein anderer Angestellter oder Arbeiter zwischen 6.- bis 16.- Euro bei 39 bis 60 Wochenstunden, wie man diese Kategorie nennen könnte bleibt rätselhaft, vermutlich "außerhalb der Wahrnehmungsgrenze" von Herrn Mehdorn.

Leider gilt diese Lohnsteigerung um 37,5 Prozent lediglich für die Angestellten im Vorstand und mitnichten für die weiteren Angestellten bzw. Arbeiter, die nur etwa 2 komma soundsoviel Gehaltssteigerung erhalten sollen, also weniger als die Inflationsrate, somit ein Reallohnverlust.

Nachtrag: Alleine um die Gehaltssteigerungen der Angestellten des Vorstandes (pro Jahr über 130 Millionen) finanzieren zu können ist der Vorstand gezwungen, über dreitausend Arbeitnehmer zu kündigen, damit die neuen Gehälter nachhaltig "gegenfinanziert" sind und dem Vorstand keine unsolide Geschäftsführung vorgeworfen werden kann.

Sollte an dieser Stelle die Kritik erfolgen, daß es einen Unterschied gibt zwischen Angestellten und Arbeitern so müßte sich die Gehaltssteigerung um 37,5 Prozent für sämtliche Angestellten auswirken. Das ergäbe eine Verdreifachung der o.g. Aufrechnung und etwa 10.000 (in Worten Zehntausend) Entlassungen, dies alles in einer höchstschwierigen Finanzkrise mit bis zu 500 Milliarden Zuschuß durch den Steuerzahler, das ist ein "Urknall".
Anmerkung: Das gesamte Universum existiert laut Stephen Hawking erst seit 16 Milliarden Jahren - vermutlich aus der Portokasse unseres Schöpfers


Der Spiegel vom 31.10.08 berichtet
Bahn-Chefs planen üppige Gehaltszulagen

Bis zu 37,5 Prozent Plus: Die Gehälter und Boni von Bahn-Chef Mehdorn und seinen Vorstandskollegen sollen laut "Süddeutscher Zeitung" 2009 deutlich steigen. Dabei hatten schon die geplanten Börsengang-Zulagen den Konzern und Verkehrsminister Tiefensee in die Kritik gebracht - die Opposition fordert nun Rücktritte.


Gehe zu: Archiv | Auskunft | Kultur-Netz

Programmierung und Design: © Kultur-Netz-Service