Durch die Konfrontation mit der konkreten Wohn- und Lebenssituation der Bewohner einer Plattenbausiedlung im Berliner Bezirk Marzahn läßt die Choreographin ein beklemmendes Sozialgefüge auf der Bühne entstehen, ohne dabei die bekannte Komik, Akrobatik und Leichtigkeit im tänzerischen Ausdruck zu verlieren. Das virtuelle Interieur einer imaginären Wohnung liefert der New Yorker Künstler Elliot Caplan mit seinen Videobildern.
Als Gegengewicht zum Theatertreffen, jedoch nicht als Gegenveranstaltung beschreibt die "taz" das Berliner Festival "reich & berühmt": "copy club" präsentiert eine Neuproduktion, Carsten Ludwig zeigt eine Inszenierung von 1996.
Carsten Ludwig:
"Mal hören, was noch kommt"
Der mit dem Kleist-Preis der Stadt Würzburg 1996 ausgezeichnete Text von Hans J. Schädlich, in dem ein Ich-Erzähler sein Sterben bespricht, dient Carsten Ludwig als Vorlage, um die Bedeutung des Ohrs als Öffnung zur Welt zu veranschaulichen. Mit dieser Inszenierung ist ihm ein sensibler Lebensbericht an der Grenze des Todes gelungen.
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