Vorwort

Die vier künstlerischen Positionen zeigen unterschiedliche, eigenständig ausgeprägte Haltungen und ergänzen sich so ausschnitthaft zu einem Einblick in das Schaffen der Akademie der Bildenden Künste München. Zwei Positionen der Malerei: bei Barbara Bernrieder die großflächig spontan intuitive Malerei mit vehementen Kontrasten, bei Stefan Schmid-K die strukturelle, die stille, in sich zurückgezogene, aufbauend auf bewährten Traditionen. Die emotionale steht der sensitiv rationalen Komponente gegenüber: zwei Beiträge zur erneuernden Fortführung des Tafelbildes.

Nol Hennissen, ein ausgeprägter skulpturaler Konstruktivist mit feinsinnigem Gespür für die Entmaterialisierung der Farbe und damit der Auratisierung der geometrischen Form. Eine neue Position im Zwischenfeld von Skulptur und Malerei. Nicht nur bei ihm ist der Humor zu Hause, sondern auch bei der Vierten im Bunde Nevin Aladag, deren bildnerischer Humor einem allerdings gelegentlich in der Kehle gefriert. Eine Konzeptkünstlerin mit auditiven und multimedialen Ideen treibt hier die Werkidee in Zwischenbereiche voran und nützt die Kunst als existentielle Wünschelrute.

Ich wünsche derAusstellung ein gutes Gelingen.

Ben Willikens


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