
Gemeinsam ist ihnen der Drang, technisch ausgereift und individuell ausgeprägt, sich der vorwiegend grafischen Mittel zu bedienen, mit denen sie ihre Kunstäußerungen betreiben.
Grundlage ist hierfür augenfällig die Zeichnung, die sich in technischer Umsetzung als großformatiger, expressiv geführter Holzschnitt, als lyrische Form oder sublim verdichtete Stichelarbeit bis hin zur bildbestimmenden Kompositionsstruktur der Fotoarbeiten und Malereien verdeutlicht.
Jeder der vier Künstler fühlt sich einem Thema, einem Gegenstand verpflichtet, und es scheint hier (wieder einmal) das Unterfangen stattzufinden, hohe Ansprüche an technisch-handwerkliche Komponenten nicht in Platitüden verblasener, blutarmer Traditionsduselei verkommen zu lassen, sondern brauchbar zu erhalten und herzunehmen, was sich auf diesem Wege als unentbehrlich erweist.
Es handelt sich nicht um dekorative Schönheiten, auch nicht um provokative Häßlichkeiten. Eingedenk der Herkunft aus den grafischen Künsten, kann man vielleicht den Grundzug der Satire für alle diese Arbeiten voraussetzen und nachvollziehen, wie die ewige Wiederkehr, die Narrheit und der Tod den ganzen Schutt des Alltags zu kleinen Himmelfahrten aufzieht.
Noch immer hält das Profane am Lyrischen fest. Brauchbare Chiffren, die nicht sofort zu Werbematerial werden, sind in unserer Welt fast nicht denkbar. Und doch, oder gerade darum, ist der Versuch, sich in die Welt der Kunst nicht nur durch ein vordergründiges Markenzeichen einzubringen, sondern die Tiefen seines Metiers auszuloten, so wichtig.
Ich hoffe, etwas davon kann mit dieser Ausstellung verständlich werden und wünsche den Beteiligten viel Erfolg.
Thomas Rug