Lied vom Terroristen Karl Heinz Pawla
Text: Volker von Törne
Holger Münzer, (1982)
Hört die Schandtat von dem frechen
Karl Heinz Pawla aus Berlin:
Dieser schwarze Sohn von Tschechen
ohne Zucht und Disziplin,
lange Haare, ungewaschen
und die Hände in den Taschen,
trat er vor das Landgericht
als ein schlimmer Bösewicht.
Finster stand der Lichtesscheue
in Justizias heil'gem Haus
ohne Demut, ohne Reue,
und zog seine Schuhe aus.
Alle Bürger war'n erschrocken,
als er dastand in den Socken,
und er grinste ins Gesicht
den hohen Herrn vom Landgericht.
Schließlich trieb er's immer bunter,
ohne Zucht und ohne Scham
ließ er seine Hosen runter,
weil ihm ein Bedürfnis kam:
In Justizias heil'gen Hallen
ließ er hinter sich was fallen
mitten in das Landgericht:
Sowas tut ein Teutsch - tscher nicht!
Das ging den Richtern an die Ehre,
ihre Würde war beschmutzt.
Des Gesetzes ganze Schwere
haben sie darob benutzt
und den Strolch ins Loch geschmissen,
weil er auf's Gericht geschissen,
und so siegten Zucht und Pflicht
vor'm Berliner Landgericht.
Die Moral von der Geschichte:
Kommt Dich ein Bedürfnis an
vorm Berliner Landgerichte,
laß nichts fallen, teutscher Mann.
Mach Dich lieber in die Hose,
als wie dieser sittenlose
Terrorist und Bösewicht
scheißen auf das Landgericht !