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Prof. Heinz Graffunder, Chefarchitekt des Palastes der Republik und weiterer Repräsentationsbauten der ehemaligen DDR, wie
Einer Berliner Arbeiterfamilie entstammend erlernte Heinz Graffunder den Bauberuf und studierte. Als Bauingenieur und Professor stellte er sein Wissen der jüngeren Generation zur Verfügung. In den letzten Monaten seines Lebens mobilisierte er alle Kräfte für die Erhaltung des Palastes. Er organisierte noch ein Symposium über die Asbestfragen und die Möglichkeit des kostengünstigsten Umgangs mit der Faser. Asbest ist ein internationales Problem. Prof. Graffunder stellte schon 1993 fest: mit Asbest kann man umgehen - ihn unschädlich machen - indem man ihn versiegelt z.B. durch Thermo-Shield, ein amerikanisches Verfahren, im Weltall erprobt und in Deutschland zugelassen. Sein Vergleich war immer: "... ein kranker Mensch wird auch nicht erschlagen, sondern behandelt." Ein mit Asbest kontaminiertes Gebäude muß ebenso "behandelt" werden, und man braucht es nicht abzureißen.
Darum wurden vom "Komitee für Gerechtigkeit" und der Bürgerinitiative "Pro Palast" bis jetzt 80.400 Unterschriften gesammelt. Der Palast wurde als Eigentum des Volkes gebaut - keine Minderheit sollte über seine Zukunft entscheiden.
"Verein zur Erhaltung des Palastes der Republik e.V." |