Verein zur Erhaltung des Palastes der Republik e.V.

Presseerklärung vom 03.09.1996


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Aus der Arbeitsgruppe "Palast der Republik" des verstorbenen Prof.Graffunder hat sich ein Verein gegründet.Die Vereinsanmeldung ist unter der Nr. 95 AR 811/96 im Vereinsregister Berlin erfolgt.

Wir haben unsere Satzung und die Konzeption zur Nutzung des Palastes der Republik beim Gericht hinterlegt und nennen uns "Verein zur Erhaltung des Palastes der Republik e.V.".
Am 29.August d.J. fand in den Räumen der Architektenkammer Berlin unsere 1. Mitgliederversammlung nach der Gründung des Vereins statt. Die anwesenden Mitglieder und Sympathisanten wurden über den neuesten Stand der Bemühungen um die Erhaltung des Hauses informiert. Sie erhielten Kopien des Briefwechsels mit den entsprechenden Bundesbehörden, darunter der Beschlußempfehlung des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestages (Nr. Pet 1-13-25-232-017480). In diesem Beschluß werden eine kostengünstige Sanierung des Hauses empfohlen, die Entscheidung des Gemeinsamen Ausschusses Bund - Berlin vom 23.3.93 beanstandet sowie auf ein Gutachten der Bundesanstalt für Materialprüfung hingewiesen. Außerdem sieht der Petitionsausschuß des Bundestages "eine weitere Verzögerung der Entscheidungen", die "wegen der damit einhergehenden Kosten, die durch den bloßen Unterhalt des Palastes der Republik verursacht werden, nicht zu rechtfertigen ist".

Da durch die erneuten Äußerungen des Regierenden Bürgermeisters Diepgen in der Öffentlichkeit diese Empfehlungen ausgehebelt werden sollen, haben wir uns wiederum an die entsprechenden Regierungsstellen gewandt, die uns in Zwischenberichten mitteilten, es sei noch alles offen.

Dieses Haus, so stellte die Versammlung fest, ist Eigentum des Volkes und als solches dokumentiert - und wurde in die Einigungsverhandlungen mit eingebracht.
Den Anwesenden wurden Pläne und eine Legende des Baumeisters und Architekten Schinkel gezeigt, die den Architekten H.Graffunder inspirierten, dieses moderne Volkshaus (PdR) zu konzipieren - und in ihm den modernsten Saal der Welt. Hier verwirklichte sich ein alter Wunsch der Sozialdemokratie nach einem Volkshaus und an diesem Ort vollendeten sich die Reichstagsbeschlüsse von 1918/19.

Wir stellten bereits im November 1995 den Antrag auf Denkmalschutz bei den europäischen und deutschen Behörden. Noch befindet sich alles im Prozeß der Prüfung.

Der Verein wird weiter überparteilich wirken, um dieses Haus zu erhalten und wieder zugänglich zu machen.

Wir werben im INTERNETZ weltweit für dieses Haus unter www.PdR.kultur-netz.de.

Lieselotte Schulz
Vorsitzende des Vereins


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