Die jetzt beginnende Sanierung und die seltsame Krankheit der Politiker
Bereits seit November 1995 bemüht sich der
Verein um den Eintrag in die Denkmalschutzliste für den
ehemaligen Palast der Republik, so die Vorsitzende Frau Lieselotte Schulz. Erst
mit Schreiben vom 19.09.97 erhielten wir die endgültige
Verweigerung mitgeteilt. Das zuständige Bezirksamt hatte die
Beantragung erst 1996 vorgenommen, aber Herr Diepgen und dessen
persönIichen Einfluß auf "seine"
Landesdenkmalbehörde haben nun endgültig verweigert.
Bereits seit 1993 setzen wir uns, damals noch als Arbeitsgruppe
des Palast--Architekten Prof. Graffunder, für den Erhalt des
Hauses ein und haben seitdem ständige Kontakte zu Institutionen
und der Regierung, so Frau Schulz.
Auf der Asbesttagung im März 1993 hatten namhafte Architekten
und Wissenschaftler auf die an manchen Stellen notwendige
Asbestsanierung (auf behutsame Art) hingewiesen und die dort
gewonnenen Erkenntnisse sind bis zum heutigen Tage bei der
Regierung und dem Senat auf taube Ohren gestoßen.
So ist auch zu erklären, sagte Frau Schulz weiter, warum
es uns seit 1994 nicht gelungen ist, trotz vieler persönlicher
Kontakte. zu Mitarbeitern der Bundesregierung, zu einem Vertrag
über die Mitarbeit des Vereins bei der Sanierung des Palastes zu
kommen.
Wir werden in jedem Fall die jetzt beginnenden Sanierungsarbeiten
kontrollierend begleiten und genauestens beobachten, ob die
gemachten Zusagen über die Sanierung auch eingehalten werden,
denn schon häufig gab es Politiker, die sich dann plötzlich
nicht mehr erinnern konnten, was sie einst sagten, so Frau Schulz.
c/o Lieselotte Schulz, Petersburger Str. 57, 10249 Berlin, Fax: 030/426 50 07
f.d.R. Rainer-Michael Lehmann