Der Palast war schon in DDR-Zeiten im Grundbuch als Volkseigentum eingetragen und wird laut Einigungsvertrag heute von der Bundesregierung verwaltet.
Dem Palast liegen Unterlagen Schinkels zugrunde, nach denen dieser ein Volkshaus bauen wollte. Prof. Graffunder griff diesen Gedanken auf, setzte ihn in das 20. Jahrhundert um und schuf mit seinem Kollektiv dieses phantastische Haus des Volkes.

Es wird um Berlins Mitte gestritten. Meist ist nur eine Alternative im Gespräch: Palast der Republik (PdR) oder Schloßattrappe. Emotionen schlagen hoch. Vielfach werden sachliche Argumente verdrängt durch weltanschauliches Klein-Klein.
Ungeachtet weltweiter Erfahrungen bei der Asbestsanierung gesellschaftlicher Bauten, die dann ihren Betrieb fortsetzen konnten, soll der PdR unter dem Vorwand der Asbestsanierung abgerissen werden. Berlin braucht ein modernes Zentrum, welches die Architektur der Vergangenheit einbezieht und für die Kommunikation und kulturelle Entfaltung der Berliner und ihrer Gäste ein Forum bietet.
Diesem Anliegen widmet sich der gemeinnützige »Verein zur Erhaltung des Palastes der Republik e. V.«, dem namhafte Architekten, jedoch vor allem engagierte Bürger angehören.
Er beteiligte sich mit einem eigenen Entwurf, den auch der Palastarchitekt Prof. Graffunder billigte, an dem vom Berliner Senat ausgeschriebenen Wettbewerb zur Bebauung des Berliner Schloßplatzes. Das Projekt schlägt eine Symbiose des mit neuen gestalterischen Akzenten versehenen Palastes der Republik und des wiederherzustellenden Westteiles des alten Hohenzollernschlosses vor. Damit würde die Voraussetzung für ein zukünftiges Volksforum geschaffen, ähnlich dem in Europa einmaligen Centre Pompidou in Paris. Bereits jetzt sind Parallelen zwischen PdR und dem Centre Pompidou unübersehbar. Es handelt sich um polyvalente Mehrzweckkulturstätten, die die Tradition der Volkshäuser weiterentwickelten. Ein von Schinkel entworfenes Volkshaus wurde vom Preußenkönig noch abgelehnt.
Mit dem PdR entstand ein modernes Volkshaus. Neu durchdachte funktionelle Strukturen, neue räumliche Zusammenhänge und neue Technologien dienen der quantitativen und qualitativen Optimierung vielfältigster Nutzungsmöglichkeiten. Der große sechseckige Saal mit seinem bisher unübertroffenen Know-how gestattet die gleichberechtigte Durchführung von drei Veranstaltungsgrundformen: Frontal, Arena, Tisch- und Tanzveranstaltung. In Deutschland existiert nichts Vergleichbares.
Wußten Sie schon, daß
|
Wer mit uns für die Erhaltung und baldige Wiedereröffnung streiten will, ist herzlich willkommen. Gefragt sind auch Fachleute, mit denen wir uns den Verantwortlichen der Bundesregierung stellen können. Hier finden Sie ein Beitrittsformular (PDF) - bitte ausdrucken, ausfüllen und zusenden. Ihre evtl. Fragen und Ihren Aufnahmeantrag senden Sie ggf. bitte an den Verein:
c/o Frau Lieselotte Schulz (Vorsitzende) Marie-Curie-Allee 94 Tel. & Fax: 030-426 50 07 10315 BERLIN |